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Äthiopien-Reisen
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Ein kurzer Überblick

Eine umfassende Geschichte Äthiopiens muss erst noch geschrieben werden. Die ältesten Nachweise von Menschen (Lucy und der noch ältere Ardi) hat man in Südost-Äthiopien gefunden.
Um 2600 v.Chr. erwähnen die Ägypter ein Land Punt, dass am Roten Meer liegen soll (Eritrea etwa).
Um 300 v. Chr. tritt die axumitische Kultur hervor, die weite Handelsnetze spannte und mit Rom genauso in Verbindung stand, wie mit Indien. Während der Herrschaft des König Ezana (325 – 355 n. Chr.) hielt das Christentum Einzug in Äthiopien. Es kam zu wechselnden Herrscherzentren und Machtwechseln. Die äthiopische und jüdische Königin Judith zerstörte Axum im 9. Jahrhundert, dem folgte die Zagwe-Dynastie und dann die salomonische Dynastie, die den äthiopischen Staatsmythos begründete, welcher bis in die Zeit Haile Selassies identitätsstiftend war.

Bei der Schlacht bei Adua 1896 schlug das äthiopische Heer die Italiener, die sich für eine Weile ihre Kolonialgelüste "abschminken" mussten. Unter Menelik II. wurde die Hauptstadt Addis Abeba gegründet und der Weg zu einem unabhängigen Nationalstaat geebnet. Kaiser Haile Selassie verfolgte eine Modernisierungsstrategie und trat 1931 dem Völkerbund bei. Italien startete 1935 einen weiteren Invasionsversuch und besetzte Addis Abeba. Der Kaiser rief den Völkerbund um Hilfe an, welche ihm verweigert wurde und Italien annektierte Äthiopien 1938. Mit äusserster Brutalität gingen die Italiener gegen den Widerstand im Land vor. Erst 1941 kamen alliierte Truppen zu Hilfe und Addis Abeba konnte zurückerobert werden und Haile Selassie regierte das Land wieder bis zur entsetzlichen Hungersnot in Tigray und Wollo (1971 bis 1973), die er ignorierte und daraufhin vom Derg-Regime gestürzt wurde.

Es folgte eine kommunistische Zeit, weitere Hungersnöte, eine unheilvolle Umsiedlungspolitik wurde begonnen und von Mengistu Haile Mariam wieder beendet. 1991 flieht er nach Simbabwe und die EPRDF besetzt Addis Abeba. Staatschef, bis er 2013 an Krebs starb, wurde Meles Zenawi. Nach Meles Tod übernahm sein Stellvertreter die Regierungsverantwortung. 
Eritrea ist seit 1993 unabhängig, was aber immer wieder zu Grenzkonflikten führte. Erst im Jahr 2000 kam es zu einem Friedensvertrag, der aber immer noch sehr fragil ist.

Seit dem 2. April 2018 ist Ato (Herr) Aby Ahmed Ali Ministerpräsident des Landes. Er stösst viele Reformen an und schilesst Frieden mit Eritrea, wofür er 2019 den Friedensnobelpreis erhält.
Im Oktber 2018 wird vom Parlament auch das Staatspräsidium neu besetzt. Waisero (Frau) Sahle-Work Zewde wird die erste Staatspräsidentin Äthiopiens.